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So (un-)gesund leben Brandenburgs Kinder

Wie entwickeln sich Bewegung, Ernährung und psychisches Wohlbefinden von Kindern heute – und was bedeutet das für Schule und Unterricht? Der Kindergesundheitsbericht Brandenburg 2025 zeigt, wie sich Lebensgewohnheiten junger Menschen verändern. Nicht immer zum Guten.

Der aktuelle Kindergesundheitsbericht Brandenburg 2025 bietet einen breiten Überblick über die gesundheitliche Situation von Kindern und Jugendlichen im Land. Neben einigen positiven Trends - der Konsum von Alkohol ging ebenso zurück wie die Anzahl der rauchenden Minderjährigen - zeigen sich aber auch negative Tendenzen. Die Zahlne machen deutlich, dass viele junge Menschen zunehmend mit Belastungen konfrontiert sind, die sowohl körperliche als auch seelische Aspekte betreffen. Belastungen, die auch Auswirkungen auf das Lernen und das soziale Miteinander haben.

Ein zentraler Schwerpunkt des Berichts ist der Rückgang körperlicher Bewegung. Viele Kinder erreichen die empfohlenen täglichen Aktivitätszeiten nicht mehr, wobei die Bewegung besonders im Alter zwischen zehn und vierzehn Jahren abnimmt. Lehrkräfte berichten häufiger davon, dass Schülerinnen und Schüler schneller ermüden, motorische Unsicherheiten zeigen oder Schwierigkeiten haben, längere Zeit konzentriert zu arbeiten. Bewegung wird damit nicht allein als sportliche Aktivität verstanden, sondern auch als wesentliche Grundlage für Lern- und Leistungsfähigkeit.

Auch im Ernährungsverhalten registrieren die Studienautoren negative Entwicklungen: Der Anteil übergewichtiger Kinder nimmt weiter zu, ebenso wie der Konsum zuckerhaltiger Getränke und stark verarbeiteter Lebensmittel. Dagegen fallen regelmäßige Mahlzeiten, insbesondere das Frühstück, oft aus – mit den für viele Lehrkräfte bekannten negativen Auswirkungen auf Konzentration und Belastbarkeit ihrer Schüler. 

Ein weiterer Schwerpunkt der Datenerhebung liegt auf der psychischen Gesundheit: Kinder und Jugendliche berichten häufiger von Stress, Schlafproblemen und emotionaler Anspannung. Belastungen entstehen sowohl durch schulische Anforderungen als auch durch soziale Einflüsse. Auffällig ist, dass emotionale Erschöpfung und fehlende Erholungsphasen zunehmend thematisiert werden. Die Studienautoren folgern daraus, wie stark das Bedürfnis nach Stabilität, Struktur und unterstützenden Gesprächen ist.

Für Schulen bedeutet dies, Gesundheitsförderung als festen Bestandteil des Alltags zu begreifen. „Die Daten zeigen, wie wichtig Gesundheitsförderung und Prävention von Anfang an sind – und zwar in allen Lebensbereichen. Gesundheitsförderung und Prävention müssen früh beginnen – denn wer gesund aufwächst, hat auch als Erwachsener bessere Chancen auf ein gesundes Leben“, sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller. Schulen können durch gezielte Maßnahmen, Projekte und regelmäßige Reflexionsanlässe dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche gesund und gestärkt durch ihren Schulalltag gehen. 

Die wildGreen-Module bieten hier gezielte Unterstützung. Das Modul Lebensstil präsentiert Grundlagen für ausgewogene Ernährung, Bewegung und Motivation und macht sie für den Unterricht nutzbar. Das Modul Psychische Gesundheit hilft dabei, Strategien zur Stressbewältigung, Resilienz und emotionalen Stabilität zu vermitteln. Und damit Fähigkeiten zu fördern, die angesichts der im Bericht beschriebenen Entwicklungen eine zunehmende Rolle spielen.

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